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    Donnerstag, 15 Juni 2017 19:15

    „Des Bildhauers Sicht auf das Weibliche“

    Gespräch in der Ausstellung „nzaul d’auter (irgendwo anders) von Walter Moroder“

    Die Darstellung des weiblichen Körpers ist eine der ältesten und faszinierendsten Motive der Kunst.

    Bea Roth, M. A., stellt am Dienstag, 27. Juni, 18 Uhr bei einem Rundgang im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, Moroders „Frauen” vor und nimmt dabei die spezifische Handschrift des Künstlers, mit der er die zeitgenössische figürliche Bildhauerei und Plastik auf spannende Weise bereichert, in den Fokus. Lebensgroße, weibliche Holzfiguren stehen aufrecht im Raum, alleine oder in einer Gruppe, bekleidet oder nackt, immer barfüßig. Eine Sitzende und eine Hockende erweitern das Figurenrepertoire. Es geht dem Bildhauer Walter Moroder weder um eine abbildende Darstellung des Menschen an sich noch um das Porträtieren eines Individuums. Auch die Vermittlung eines bestimmten Frauenbildes liegt nicht in seiner Absicht. Vielmehr stellt der Künstler existenzielle Fragen nach dem Dasein. Er rückt die Konfrontation mit dem Gegenüber und zugleich die Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die weiblichen Wesen wirken archaisch. Sie lassen an ägyptische Statuen denken oder erinnern durch ihre überlängten Körper und Gliedmaßen an Figuren von Alberto Giacometti oder Wilhelm Lehmbruck. Die markanten exotisch anmutenden Gesichtszüge der Skulptur „Kokon” sind in ähnlicher Art und Weise in Werken der Expressionisten zu finden.

     

    Quelle Text/Bild:
    Bezirksverband Pfalz, Referat Öffentlichkeitsarbeit,
    Bismarckstraße 17, 67655 Kaiserslautern
    Telefon: 0631 3647-120, -121, -122, Fax: 0631 3647-133
    Internet: www.bv-pfalz.de

    Kaiserslautern, 14.06.2017

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